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Halla ist ein Nebencharakter der Ostwind-Reihe. Sie ist die Urgroßmutter von Ostwind.

Erste Jahre Bearbeiten

Halla wurde am 16. Mai 1945 in Darmstadt geboren. Gezüchtet wurde sie von Gustav Vierling. Ihre Eltern waren das französische Beutepferde Helene, deren Abstammung daher unbekannt war und der Traberhengst Oberst. Sie wurde als Hesse eingetragen, eine Rasse, die heute in die Blutlinie der Hannoveraner übergegangen ist.

Eigentlich sollte Halla als Rennpferd gehen, man erkannte aber ihr großes Talent fürs Springen. Sie wurde auf Hindernisrennen trainiert. Dadurch wurde sie vom DOKR (deutsches olympisches Komitee für Reiterei) entdeckt und käuflich erworben. Halla galt, wie später auch Ostwind als schwieriges Pferd und wechselte dadurch mehrfach den Reiter. Zunächst als Military Pferd eingesetzt ging sie absolut erfolglos unterm Sattel.

Hans-Günther Winkler Bearbeiten

1951 wechselte die Stute erneut ihren Reiter. Hans-Günther Winkler galt als eines der aufstrebenden Talente des Springsportes und nahm sich der störischen Stute an. Er erkannte, dass Halla einfach nur ein kompliziertes Pferd ist und stellte sich auf die Stute ein, dass brachte erste größere Erfolge. 1954 und 1955 wurde Winkler mit ihr Weltmeister.

Ein Pferd wird zur Legende Bearbeiten

Am 17. Juni 1956 wurde die einfache Hessen-Stute schließlich zur Legende und erhielt den Beinamen "Wunderstute". Die deutschen Reiter lagen nach dem ersten Umlauf nicht schlecht, doch dann verletzte sich Winkler schwer. Der Arzt stellte einen Muskelriss im Bauch fest, welcher sich später sogar als Leistenbruch herausstellte. Winkler hatte sich diesen beim 13 Hindernis im ersten Umlauf zugezogen und hatte sich nur noch unter Mühe im Sattel halten können. Eigentlich war es aussichtslos, dass Winkler noch reiten konnte. Mit starken Schmerzmitteln (eventuell sogar Morphin) stieg Winkler wieder in den Sattel. Winkler war so betäubt, dass er mit starkem Kaffee und durch Schütteln am Einschlafen gehindert werden musste. Winkler kostete es alle Mühe sich überhaupt im Sattel zu halten. Ihm war es nicht gegeben treibende Hilfen mit seinen Schenkeln zu geben oder die Stute ordentlich an die Hindernisse zu führen. Halla war auf sich allein gestellt. Die Stute bewies nicht nur ihr hohes Talent fürs Springen, sondern auch eine unglaubliche Intelligenz. Aufmerksam und vorsichtig trug sie den Reiter so schnell sie konnte durch den Parcour. Weder dass der Reiter benommen auf ihr hing und mehrmals in den Rücken krachte bei der Landung, noch seine Schmerzensschrei, die bis in die letzte Reihe laut und deutlich zu hören waren, entlockten der Stute Unsicherheit oder Scheuen. Fehlerlos und schnell beendete Halla den Ritt und brachte damit der deutschen Mannschaft das ersehnte Gold, zudem wurde Winkler Einzelsieger.

Leben nach dem Sport Bearbeiten

Nach drei mal olympischen Gold, zwei Weltmeistertiteln, einem dritten Platz bei den Europameisterschaften und einem deutschen Meistertitel und insgesamt 125 gewonnenen Springen wurde Halla am 25. Oktober 1960 aus dem Sport verabschiedet. Die Stute ging anschließend in die Zucht und brachte acht Fohlen zur Welt. Keines von ihnen konnte an die Erfolge der Mutter anschließen.

Am 19. Mai 1979 verstarb Halla mit 34 Jahren.

Trivia Bearbeiten

Halla ist das einzige Pferd in der Ostwind Reihe, was wirklich ein real existierender Charakter ist.

Sie wurde nach ihrem Tod mit einer lebensgroßen Bronzestatur geehrt

Ihr Name ist einer der geschützten Pferdenamen. Damit wird garantiert, dass nie wieder ein Turnierpferd den Namen Halla tragen darf. (weitere Namen unter anderem Meteor oder Tora)

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